[RP] Krieg der Fey'ri

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4 Wochen 2 Tage her #5542 von Greifensee
[RP] Krieg der Fey'ri wurde erstellt von Greifensee
Filrean hatte sich bereits eine ganze Weile lang mit den Geschehnissen an der Oberfläche beschäftigt, schließlich kamen seine Kundschaft und seine Handelspartner von dort, sodass es ihm ein gewisses Anliegen war, dass diese überlebten. Natürlich war das eigennützig und vorhersehbar, aber für ihn gab es zu diesem Zeitpunkt nichts Wichtigeres, was schon allein ob der Lage nahe Lisfar nur allzu logisch war. Ob er dieses kleine Örtchen jedoch im Zweifel verteidigen würde, oder ob er sich mit Haus Jaelre zusammentat, um die Lande für Sarya zu ebnen, musste er noch eroieren. Er konnte von selbst schlecht auf die Mitglieder dieses Drow-Hauses zugehen, da Barrighym zumindest offiziell Lolth-gläubig war und jede gut organisierte Verbindung verlauten ließ, dass seine Yathrin diesen Glauben auch vehement durchsetzte. Sie seinerseits von etwas anderem zu überzeugen, erschien ihm zu riskant und konnte eine Konkurrenz erschaffen, die es bisher noch nicht gab. Immerhin hatte das Haus bisher noch niemanden gegen den Handelsposten geschickt...Dies mochte nun seine Chance sein, sich seiner ganzen Führungskraft zu entledigen, wenn er die Seiten zu wechseln vermochte, zugunsten von mehr Macht und mehr klerikalen Freiheiten, aber dies bedeutete auch, dass er Lisfar den Rücken kehren würde und schlichtweg alles dem Erdboden gleichmachen müsste.
Wie praktisch... er war so dicht heran, dass er sämtliche Truppen durch das Portal, direkt in das Herz von Lisfar schicken konnte. Ihm schoss der Gedanke durch den Kopf, sich eigenständig auf die Suche nach Sarya zu begeben und ein Treffen zu organisieren, dass dieses kleine Fleckchen von innen heraus zerstört werden konnte. Keine Mauern, keine Fallen, keine Kenntnis über ihn oder sein Vorhaben.
Der Nekromant begann dann schlichtweg damit, zunächst die Bücher über das verruchte Haus Jaelre zu wälzen und fand schnell die vier "Ratsmitglieder" Nurkinyan, Belarbreeza, Jezz der Lahme und Tebryn, heraus. Nun musste er nur noch den Gerüchten folgen, die besagten, dass sie es sich in alten Elfenbehausungen gemütlich gemacht hatten, oder machen würden. Der Cormanthor sollte es also sein.
Filreans Kenntnisse über das Portal und die Reise durch die Tunnel war ausgeschöpft und solange es keine weitere Möglichkeit gab, die Endpunkte des Zwei-Wege-Portales zu manipulieren, hatte er (zumindest magisch) nur begrenzten Zutritt zum Cormanthor-Wald, nämlich zu den östlichen Ausläufern und die weiteren Tiefen, die zum Labyrinth führen mochten, musste er zu Fuß absolvieren.

...sowas machte er natürlich äußerst ungerne, sodass er sich damit begnügte, begnadete Späher in den Cormanthor zu schicken, sowohl Dunkelelfen, als auch menschliche Bewohner, die seinen finanziellen Verlockungen nicht widerstehen konnten. Er wollte Informationen über den derzeitigen Standort sämtlicher Parteien (bevorzugt Haus Jaelre und Dämonenstreichlerin Sarya) und rufte sich derweil wieder die Geschichten Myth Drannors ins Gedächtnis, nur um sehnsüchtig schnaufend bei Pelendralaar hängen zu bleiben. Was war eigentlich aus dieser Echse geworden?

[[Die Späher sollten herausfinden : Wo hat sich Haus Jaelre einquartiert, wie hoch ist deren Anzahl, wie sind sie militärisch aufgestellt, wie ist die allgemeine Stimmung.
Gleiches galt für die Schauplätze der Schlacht (wenngleich er damit rechnete, dass kaum ein Späher die Reise nach Myth Drannor überleben würde...aber das war ihm gleichgültig) : Gab es einen Zugang über ein Portalnetzwerk, wo sammelten sich die meisten Vertreter teuflisch/dämonischer Natur, wie hoch ist deren Anzahl, wie ist die allgemeine Stimmung.]]

Vorerst sah er keine Notwendigkeit darin, sich gegen seine Handelspartner zu stellen, aber Angebote würde er sich einholen...wer wusste schon, ob es nicht auf der anderen Seite der Kluft schöner war.

Also ließ er auch einer Person einen Brief zukommen, die er schon länger nicht angetroffen hatte.
Schriftverkehr

Filrean Avithoul - "Viele Personen haben geredet. Keine davon war ich, also habe ich es wohl ignoriert."
Collin Winterregen - "Glück reimt sich nicht auf Leben : Naja so ist das eben. "
Ileks Nebelsee - *ist töpfern ;3 *

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4 Wochen 20 Stunden her - 4 Wochen 20 Stunden her #5568 von dying_despot
Am einfachsten zu beantworten war die Frage, was aus der Echse geworden war. Sie war… wenn Filrean diese Frage gegenüber dem ein oder anderen Kontakt erwähnen würde… dem Vernehmen nach den Weg gegangen, der einer solchen Bestie vorbeschieden war. Sie hatte ihr Ende gefunden. Schon vor ein paar Jahren. Irgendwelcher dahergelaufener Plebs hatte sich bewaffnet, sich durch die Reihen der Drachenkultisten geschnetzelt und den hehren Ambitionen Pelendralaars (oder eben jener, die ihm zur untoten Beinahe-Apotheose verhalfen) ein Ende bereitet. Armer Pelendralaar.

Aber nun galt Filreans Intention ja einer gänzlich anderen Prätendentin, die Myth Drannors reichhaltiges Erbe für sich beanspruchte: Sarya Dlardrageth, die nochmal mit einer ganz anderen Chuzpe den Reichen zuzusetzen gedachte und bisher ein mehr oder minder erfolgreiches Unterfangen leitete. Gewiss: ihre Ambitionen hinsichtlich Evereskas mussten als gescheitert betrachtet werden… vorerst. Aber, so war mittlerweile klar, mochte dieser Rückschlag nur ein vorläufiger sein.

Nun befand sich Sarya wohl im Cormanthor und das mit der Aussage: „wahrscheinlich irgendwo bei Myth Drannor (Fragezeichen)“ war auch das konkreteste, was Filrean in Erfahrung zu bringen vermochte. Eine Kontaktaufnahme zu dieser Dame schien nicht realistisch.

Haus Jaerle indes war…. natürlich auch im Cormanthor. Offenbar, so konnte Filrean in Erfahrung bringen, hatte man nun wirkliche und tatsächliche Ambitionen entwickelt, in Elfenhof ansässig zu werden. Die Feste Minauth war nicht die schlechteste Ausgangsbasis, aber offenbar erhoffte man sich mehr Vorteile von den Überresten elfischer Hochmagie. Warum auch nicht? Überhaupt trieb das dunkelelfische Gebaren an der Oberfläche interessante Blüten. Das exilierte Drowhouse befand sich mittlerweile offenbar in einigermaßen einträglichem Einklang mit den Auzkovyns… was auch immer davon zu halten war. Vielleicht, aber nur vielleicht fühlte sich Filrean als (formell) Lolth-gläubiges Individuum plötzlich irgendwie auf… verlorenem Posten, ein Außenseiter… aber gut… ein Außenseiterdasein mochte für Filrean nun auch nicht die allerneuste Erfahrung sein, aber eine innere Stimme (so er diese noch nicht abgetötet hatte), mochte fragen: „Filrean… wie hältst du’s mit der Religion?“

Was die Portale betraf… nun, es gab da ja ein Portal recht nahe bei Barrighym und möglicherweise führte es nach Myth Drannor. Probieren geht über Studieren? Aber ja… dem Vernehmen nach wollte man gerade nicht wirklich in Myth Drannor sein. Irgendwo da sammelte sich ein Elfenheer, dann – es wurde nicht konkreter – Dämonen oder Teufel oder beides (ja, was war denn nun mit dem Blutkrieg geworden?!). Es gab gewiss klügere Ideen, als den Versuch zu wagen, durch das Portal Myth Drannor zu erreichen. Schlimmstenfalls würde Filrean unmittelbar zernichtet werden, sobald er am anderen Ende aufploppte. Oder er stand halt im Wald. Allein.

Insgesamt war alles sehr unbefriedigend uninformativ, unklar, wenig bereichernd. Aber immerhin gab es vage Anhaltspunkte…
Letzte Änderung: 4 Wochen 20 Stunden her von dying_despot.

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4 Wochen 2 Stunden her #5576 von Greifensee
Natürlich. Wo ein Drache, da auch ein Drachentöter...es war wahrlich eine Schande, dass gerade so etwas, was ja nunmal per se "unsterblich" war, mal wieder von unbekannten, sogenannten "Helden" zerissen wurde. Konnten sich diese untoten Biester nicht ein wenig mehr Zeit lassen und mit ihm in Kontakt treten? Für einen guten Schluck Wein? Nicht, dass er den noch schmecken konnte und Pelendralaars geschuppter Hintern würde kaum in seine Zuflucht passen, aber.... ach da verlor' sich der Magus wieder in schändlichen Gedanken und versuchte den Fokus zurück zu seinen Interessen mit Pulsschlag zu lenken.
Ihm war natürlich mehr als bewusst, dass er nun nicht in einem Suizidkommando die besten Späher Barrighyms in MythDrannor heizen konnte (obwohl...), um dort treffliche Informationen zu ergaunern. Das würde er den Oberflächenbewohnern überlassen, wenngleich er dafür zunächst den ein, oder anderen erwischen musste. Immer diese hektischen Lebenden, als ob ihnen die Zeit davonrennen würde... halt - das tat sie ja!
Um nicht gänzlich ausnahmslos Leben zu opfern, entschied er sich eben für eine untote Existenz, auf welche es nun nicht wirklich ankam und schnappte sich den nächstbesten, fliegenden Vertreter seiner Art (sprich ein Vögelchen) und beraubte es seinem Herzschlag, nur, um es wieder zu erwecken. Warum auch nicht? Natürlich erst nach ein paar Versuchen, da ihm die Vorstellungskraft über die Stärke eines solchen Tieres fehlte und er es zunächst mit magischer "Effektivität" zum Platzen brachte. Aber irgendwann war er dann auch so weit. Die Komponenten, die ihm von den Hausmitgliedern gebracht wurden, sollten ausreichen (schließlich hatten Vögel ja auch zwei Augen und nicht bloß eins, wenn alles gutging), um einen marginalen, magischen Sensor an das Tierchen zu fixieren.
Lange Geschichte kurz : Das Vögelchen wurde mittels zauberähnlicher Fernsteuerung (etwas holprig natürlich und unter vollem Einsatz seiner neuralen Möglichkeiten - dieses Mal nicht zwischendurch mit James Schach spielen - ), Richtung MythDrannor entsandt und zwar durch das Portal (warum? Ganz klar, die Macht des Zaubers war zeitlich begrenzt, ob er nun zu den Lebenden zählte, oder nicht).
Mal schauen, was es dort zu gucken gab. Vermutlich war es Ansichtssache. Vielleicht auch gar nicht so ersichtlich. Das würde man dann ja sehen.

Sarya also zu erwischen konnte ihn den Kopf kosten, oder eben ihre Armee. Beides keine guten Grundvoraussetzungen für ein nettes Pläuschchen unter vier Augen.

Der Auzkovyn-Clan war ihm ein Begriff gewesen, wenngleich er davon ausging, dass diese sich bloß wie Nomaden verhielten und demzufolge den Cormanthor alsbald wieder verlassen würden. Interessant, dass sich dieser abtrünnige Haufen, mit einer Eilistraee-Priesterin als feste Besatzung wohl tatsächlich mit Haus Jaelre zusammentat. Im Grunde hätte er es sich denken können. Sie hatten damit wohl Ihresgleichen gefunden - sie mussten nur tief genug sinken.
Seit dem Schweigen Lolths hielt er es mit dem Glauben an die dunkle Mutter genau so, wie er es mit jeder schweigenden Persönlichkeit tat. Seine Worte zählten - hörte er sich doch sowieso am liebsten selber reden. Er war bloß immer geschickt und vor allem intelligent genug sich auf entsprechenden Seiten zu positionieren. Welcher Trottel würde sich schon vollends abwenden und offenkundig anderweitigen Glauben zur Schau stellen? Er war verstecken gewohnt...und störte sich auch nicht daran. Seine Gottheit ebenso wenig.
Doch das würde nicht einfach dazu führen, dass er Seiten sprunghaft wechselte. Filreans Erfolge, seine Position, seine Rolle und seine Sicherheit waren unangetastet und Lisfar "noch" unter der Kontrolle der Oberflächenbewohner, die er kannte...sollte sich das ändern, würde er sich schon zu verkaufen wissen. Nun, oder eben einfach ein Portal in ein anderes Leben nehmen.

Filrean Avithoul - "Viele Personen haben geredet. Keine davon war ich, also habe ich es wohl ignoriert."
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3 Wochen 5 Tage her #5591 von dying_despot
Filreans Versuch war vom grundlegenden Gedanken ja das, was man als "neckisch" bezeichnen konnte, aber die Variablen waren immens in ihrer... Variabilität. Der Vogel jedenfalls ließ sich irgendwie fangen. Da konnte sich Filrean schon etwas drauf einbilden . Die dauerhafte Belebung des toten Vogels war nun auch kein Akt. Aber diese ganze sensorische Ausspähthematik war schon schwieriger. Das größte Problem war, dass der Wahrnehmungsbereich um den Sensor herum auf lediglich ein paar Fuß begrenzt war. Außerhalb dieses Bereichs lag nichts, was Filrean hätte einsehen können, außer natürlich er nutzte die Zauber, die er - mit etwas Glück - über den Sensor wirken konnte, auch wenn die Auswahl nicht sonderlich groß war.

Kurz nachdem das untote Geflügel das Portal passiert hatte, kreischte es plötzlich und aus der Peripherie verdunkelte sich die Sonne, just als sich ein sehr lebendiges Subjekt auf das Vögelchen stürzte, die Krallen voran. Offenbar ein Milan, Bussard oder Adler... sollte dies das Ende der Ambitionen des Faern sein, der Tod des todlosen Vogels? Obgleich im Sturzflug heranstoßend bremste der Greifer harsch ab und Filrean mochte erkennen, dass sich in diesem Moment auch die Augen des Angreifers weiteten. Vermutlich sah Filreans Geflügel durch einen Mangel an Lebhaftigkeit nicht sonderlich... appetitlich aus. Im Gegenteil: offenbar grauenhaft genug, um den ungleich größeren Greifvogel wieder auf Abstand gehen zu lassen. Flugs, gewissermaßen.

So dann konnte sich der Vogel also in der sagenhaften Stadt umschauen, diesem ruinösen Juwel der elfischen Hochkultur in Faerûn. Filrean sah nicht wirklich was davon. Er sah ein paar Steine, ein bisschen Gras, hier mal den Teil eines Gebüschs, vielleicht auch mal einen Ast, aber hier und da durchaus etwas, was zu einer Ruine gehörte, in der sich garantiert mal was bedeutendes fand.

Achja... und da waren da freilich noch die Dämonen-Patrouillen, niederer Abgrund-Plebs, oft angeführt von einem etwas höheren Auswurf der Abyss. In einem anderen Teil der Stadt wiederum lagerten Teufel. Scheinbar schien hier gerade sowas wie Waffenstillstand im Blutkrieg zu herrschen. Warum auch immer. Die Zahl der Dämonen und Teufel war unmöglich einzuschätzen auf diese Weise.

Als sich Filreans Vöglein recht nah an eine Truppe aus Teufeln heranwagte, folgten wohl einige Worte auf Infernal. Auch wenn das meiste davon belanglos war, hörte Filrean doch etwas heraus, dass nach einem Namen klang... einem Aristokraten, dem Vernehmen nach. Einem Gebrandmarkten oder Gezeichneten König...

Und dies war die letzte Information, die Filrean erhielt, denn einer der Teufel wurde auf ihn aufmerksam... also, auf den Vogel... aber vielleicht auch auf Filrean. Jedenfalls starrte das externare Wesen scheinbar direkt gen Filrean, eh dessen kleiner Sendbote... verpuffte.

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1 Woche 9 Stunden her #5641 von Greifensee
Nacherzählung aus dem Rollenspiel mit Zimtstern (SL) und nur hierher gepackt, damit ich nicht tausend Threads aufmachen muss


Die Recherchen seiner Dienerschaft warern mangelhaft, nicht nur, dass er die Briefe aufgrund der vielfältigen Rechtschreib-und Grammatik... und... Satzungs...fehler nur mit Kopfschmerzen lesen konnte, sondern allein die Wortwahl brachte sein Herz wieder zum Schlagen. Immerhin blieb der Würgereiz aus. Es gab einfach Dinge mit denen er nicht zurecht kam und die waren für andere völlig unverständlich. Wohingegen die Reise zum Mittelpunkt der derzeitigen Schlachtgeschehnisse für ihn ein Spaziergang war.
Zwar nicht dieser Vogelzwitschernde, lauwarmer Sommerwind und mit den Fingerspitzen über die Gräserstreichende Spaziergang, aber eben dieser, der ihn schnell an sein Ziel kommen ließ, ohne großen Aufwand betreiben zu müssen. Er war arkan maximal gesichert und da ihm sämtliche Emotionen abhanden gekommen waren, konnte man auch nicht davon sprechen, dass er wirklich ehrfürchtig auftrat. Er trat eher... ehrfurchtgebietend auf. Und das beste daran : Er hatte auch noch einen treuen Begleiter bei sich, der nörgelnd, jammernd, nölend einfach nur nach Hause wollte. Das konnte seine Nerven bisher nicht strapazieren, aber die Reise zwischen den Untoten wurde umso lauter und schwieriger, je öfter es an seiner Seite hirnverbrannt brüllte. Ja, es war noch klein...aber war das eine Rechtfertigung für mangelndes Benehmen? Nach ein paar dumpfen Aufschlägen mit dem Blutamnioten-Stab und sanften Streicheleinheiten von James ging es dann auch schon wieder. Welch' Glück.

Mitten in der Nacht, auf alles vorbereitet (da wusste er noch nicht, das körperliche Tätigkeiten abverlangt werden würden...) schritt er also durch das Portal, von welchem er wusste, wo es endete und seine gesamte Existenz wurde von Glassplittern durchbohrt, die sich in die untoten Knochen gruben und auf der anderen Seite wieder hinaus. Er fiel zu Boden, spießte sich beinahe mit seiner Gehhilfe auf und wurde auch noch von James in den Rücken getreten. Was ein Auftritt! Immerhin hatte seine niedliche Begleitung (den Kosenamen Zuckerschnute tragend, so lieb hatte man sich gewonnen) auch ein paar Haare lassen müssen, sodass die Schadenfreude begrenzt blieb.

Als sich seine Gesellschaft auch noch in der Spurensuche als nützlich erwies...wer hätte es gedacht, die Oberflächenbewohner hatten einfach alles zertrampelt und selbst ein unaufmerksamer, unwillentlicher Filrean konnte das erkennen, folgten sie also den allzu offensichtlichen Spuren, um die Toten wieder einzusammeln. Er wollte Allianzen schließen, die Sachlage überprüfen, den ein-oder anderen Ausfall wieder mit Energie versorgen und sich wichtig tun. Letzeres natürlich am Allermeisten.

Der Nekromant hatte Zeit und während das kleine Wesen rasend um ihn kreiste, wie die Sonne um den Planeten, schritt er in völliger Seelenruhe vorwärts und verhielt sich auch so, als er sich mit Derrik unterhielt. Den schwachköpfigen Späher, der feige vor der Schlacht davonlief, hatte es beinahe in zwei Teile gerissen und seine benebelte Sicht glaubte auch noch, dass der Magus auf seiner Seite stand. Tat er auch. Warum auch nicht? Für den Moment war es doch ein treffender Zufall, dass er diesem unter die Arme greifen konnte und mit Hilfe von James herausfand, wo sich das Heerlager befand, aus welchem er alsbald für eigenen Nachschub sorgen würde. Die Attentate der Fey'ri, Sembias, der Fernberger...all das interessierte ihn nur mangelhaft. Für ihn galt es herauszufinden, ob er auf der Seite Lisfars blieb, oder ob er überall ein wenig seine skelettierten Finger anbot und aus allem seinen Nutzen zog. Mit hoher Wahrscheinlichkeit letzteres...aber dazu musste er erst herausfinden, wer denn alles mitspielte - das war ohne den Kontakt zu vernünftigen Diplomaten an der Oberfläche als kritisch zu beurteilen. Fakt war : Gleich auf welcher Seite mehr Lebende fallen würden - gestorben wurde schließlich immer.

Als der Eigenbedarf auf der einen Seite des Flusses gedeckt war und er nach der Identifikation des Grad neun Nekromantie Zaubers sich durchaus in der Lage sah, der ganzen Situation Herr zu werden (es gab nichts, was ihn aufhalten konnte - dessen war er sich sicher), entledigte er sich sämtlicher überdrüssiger Untoter aus purer Nettigkeit. Natürlich. Nettigkeit. Vielmehr ein Vorschuss, sozusagen. Man konnte den Dunkelelfen sogar des Nachts dabei beobachten, wenn man ihn denn von den anderen Untoten unterscheiden konnte und es sich wagte zu der stöhnenden Gesellschaft in tiefster Finsternis dazu zu stoßen. Filrean war nun auch nicht der sozialste Gesprächspartner und tagsüber beschäftigte er sich mit der Krypta, welche er als Ersatzteillager für sich selbst missbrauchte.

Die Informationen, die er daraus zog, wollte er Leyana zukommen lassen... nun...sofern sie sich endlich dazu entschied ein paar Federn zu lassen. Es würde sich zeigen, ob ihr die Ehre der Toten wichtiger war, als der Schutz der Lebenden. Zumal sich die Verhältnismäßigkeit maßgeblich verändern würde, wenn er sein Wissen weitergab.
Nach einer gewissen Vorbereitungszeit widmete er sich James' Erkenntnissen, welche er nach einer Kuscheleinheit mit Derrik und abschließenden Wanderung gewonnen hatte. Also James, nicht Filrean. Dem war weniger zum Körperkontakt zumute, nachdem er gesehen hatte, was da auf ihn zukam. Viele Lebewesen mit Pulsschlag, eine (für ihn) ungünstige Formation und eine Wetterlage, mit welcher er vorerst nicht arbeiten konnte... also musste man ein paar Umstände zu seinen Gunsten verändern. Kein Hindernis für jemanden wie ihn. Doch dafür brauchte er tatsächlich Zeit...

Filrean Avithoul - "Viele Personen haben geredet. Keine davon war ich, also habe ich es wohl ignoriert."
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