Cyrus Hohenthal - Heilwirker Sunes

Mehr
1 Jahr 5 Monate her - 1 Jahr 5 Monate her #4765 von Janina Eldavagt
Die Ankunft & neue Freunde


Die heißen Sonnenstrahlen welche seine Rüstung aufheizten, ließen ihn daran denken, wie er einst eine Dose über dem Feuer erwärmte. So war es also, bei lebendigem Leibe gekocht zu werden, dachte er bei sich. Schweißperlen zeichneten sich auf seiner Stirn ab und er nahm einen großen Schluck aus seinem Wasserschlauch. Er war heute bereits lange unterwegs gewesen, weshalb ihm jegliche Glieder schmerzten. Wie er wohl bei den Auswirkungen dieser Hitze aussehen würde, schoss es ihm durch den Kopf, weshalb er augenblicklich einen goldenen verzierten Spiegel hervorholte, um sich selbst zu betrachten. Das zerzauste Haar und das verschwitzte Gesicht, ließen ihn bedauernd darüber seufzen. Der goldene Spiegel mit floralen Mustern und Rosenblüten verziert, erinnerte ihn an seine Adoptivmutter, weshalb sich trotz der Mühsal ein Lächeln auf seine Lippen stahl. Er strich sich die Haare glatt, küsste den Spiegel und merkte dabei nicht, wie befremdlich einige Reisende sein Verhalten wohl finden mochten und hinter seinem Rücken tuschelten. Wenn es um sein Aussehen ging, war er stehts besorgt und bemüht es im bestmöglichen Licht da stehen zu lassen.

Auch wenn er schon lange für seine Organisation „Der scharlachrote Phönix“ mit dem Leitspruch „Schönheit steckt in allem“ - welche er mit seinen Freunden einst in Tiefwasser gründete - unterwegs war, gab es noch so viel in der Welt zu entdecken, zu erleben und zu erfahren. Dieses Mal führten ihn seine Wege in eine Handelsstadt nahe Cormanthor namens Lisfar. Und das scheinbar zur besten Jahreszeit, es sei denn man war wie er in einer metallenen Rüstung unterwegs. Während er noch damit beschäftigt war sich mit einem Tuch in feiner Spitze die Schweißperlen abzutupfen, welche sich auf seiner Stirn gebildet hatten schlenderte er über den Markt. Zu seinem Glück traf er gleich auf freundliche Bewohner von Lisfar. Von Gerüchten von außerhalb hörte er bereits das sich dieser Tage viele Soldaten in Lisfar wegen einer voranstehenden Schlacht gegen Goblins, Orks und einem Nekromanten rüsteten. Diese festigten sich als er sich mit den Bewohnern Jorn und Holly darüber unterhielt. Jorn war ein Zwerg in feinen Gewändern und schien den Schalk im Nacken zu haben, zudem besonders großzügig zu sein. Bei Holly handelte es sich um eine wunderhübsche Bardin, welche sehr hilfsbereit war und ebenso etwas von der Heilkunst verstand.

All dies sollte er an seinen ersten Tag in der Stadt herausfinden. Ihnen blieben nur wenige Augenblicke sich einander vorzustellen, während er sich nach der nächsten Gaststube erkundigte, ehe es unruhiger am Stadttor wurde. Während Jorn bereits die nächsten Bratkartoffeln im „Zum wehrhaften Talländer“ bestellte, gingen Holly und Cyrus der Sache näher auf den Grund. Ein Versorgung-Konvoi wurde von Goblins überfallen, wie ein Überlebender berichtete. Wenig später fand auch Jorn die beiden vor. Und so geschah es, dass sie beauftragt wurden Verstärkung aus der Stadt zu holen, um das schlimmste zu verhindern. Gemeinsam erarbeiteten sie einen Plan. Dank Jorns Talent als Späher, konnte ein Hinterhalt auf einem Hügel links neben dem brennenden Wagen des Versorgung-Konvois ausgemacht werden. Holly ließ daraufhin ihre melodische Magie erklingen und stärkte so alle Anwesenden. Während die Verstärkung sich auf den Wagen zu bewegte, begab er sich zusammen mit Jorn und Holly, versteckt zwischen Baum, Busch und hohem Gras möglichst geräuscharm auf die versteckten Goblins zu.

Auf Jorns Kommando hin, schnellten seine und auch Hollys Bolzen auf die unwissenden Ziele, während Cyrus sich mit Streithammer und Schild ins Getümmel begab. Die Goblins hatten kein leichtes Spiel so überrascht wie sie dabei wurden, so dass der Kampf schneller vorbei war als die Vorbereitung darauf. Wenig später kündigt sich neuer Besuch von den Hügeln weiter oben durch ein Knurren an, weshalb sich die drei erneut in Deckung begaben, nur um sich wenig später einem Kampf gegen weitere Goblins und nicht zuletzt einem Worg reitenden Goblin entgegen zu stellen. Schließich konnten sie auch diese Gefahr bannen, dank der Soldaten welche unterstützend auf den Hügel hinaufkamen. Nach dem Kampf wurden erst einmal die gröbsten Wunden mit heilender Magie durch Holly und Cyrus versorgt.

Allzu lange wollte man nicht verweilen, da die Möglichkeit bestand das noch mehr Angreifer unterwegs sein könnten. Sie erfuhren das es zwei Söldner erwischt hatte, während zwei weitere mit Verletzungen überlebten. Sie halfen die Toten und Verletzten auf den Wagen zu hieven und zogen diesen zusammen mit den Soldaten in die Stadt, wo die restlichen Soldaten den Transport übernahmen. Dank Holly Magie konnte er den Wagen viel beherzter ziehen, da er sonst wohl keine große Hilfe dabei gewesen wäre. Ein aufregender Tag ging so seinem Ende entgegen. Den Abend ließ er mit einer netten Plauderei mit Jorn, Bratkartoffeln und Wasser im Gasthaus ausklingen. Zu seinem Glück lud Jorn ihn nicht nur zum Essen ein, sondern bezahlte bereits ein Zimmer für ihn, wo er sich später erholen konnte. Er war sehr über die Gastfreundschaft überrascht und wollte diese bei nächster Gelegenheit vergelten.

Cyrus Hohenthal - Heilwirker Sunes [Lisfar] - verstorben
Thiara Raskada - Schankmaid im Gasthaus Luurden [Unterreich]
Letzte Änderung: 1 Jahr 5 Monate her von Janina Eldavagt.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
1 Jahr 1 Monat her - 1 Jahr 1 Monat her #4987 von Janina Eldavagt
Biografie

Er wurde im Hafenviertel von Tiefwasser 1347 in eine ärmliche Familie geboren. Da er anders als die meisten Kinder von seiner äußerlichen Erscheinung war, wurde er immer wieder verlacht, verachtet und ausgegrenzt. Seine Eltern waren bei seinem Anblick ebenfalls nicht erfreut. Sein Vater verstieß seine Mutter, da er dachte das jene mit dem Teufel fremdgegangen sei, da er so gar nicht nach ihm aussah. Seine Mutter wiederum machte ihn für ihr Elend verantwortlich, zog ihn widerwillig groß. Es gab kaum einen Tag wo er nicht mit leerem Magen auf einer Strohschütte schlafen musste. Er musste seine Mutter zudem bei der Arbeit unterstützen, welche Angestellte bei einer kleinen Fischerei war, weshalb er schon in jungen Jahren starke körperliche Arbeit leisten musste, indem er schwere Kisten mit Fisch schleppte. Viele Jahre vergingen so. Er fühlte sich aufgrund dessen ungeliebt und ungeachtet. Aber sein starker Wille zu leben, ließ ihn über das hinwegsehen. Und er war nicht immer alleine. Es gab auch andere welche ausgegrenzt wurden wie auch eine Halb-Elfe mit welcher er sich angefreundet hatte, nachdem er sie vor anderen geschützt hatte, welche versucht hatten ihre silbrigen Haare abzuschneiden. Ein Halb-Ork der ihn davor geschützt hatte von einer Gruppe Kindern ins Wasser geschubst zu werden. Sie retteten zusammen einen menschlichen Jungen welcher blind geboren wurde und von den anderen Kindern gequält wurde. Seiner Mutter waren seine Freundschaften ein Dorn im Auge, da sie dadurch immer wieder von den Eltern der anderen Kinder welche in die Flucht geschlagen wurden stark angegangen und beschimpft wurde.

Der Konflikt erreichte seinen Höhepunkt, als die Kinder die Halb-Elfe entführten und in ein Lagerhaus verschleppten. Sie erhielten alle eine Nachricht das Lagerhaus aufzusuchen, wenn sie diejenige lebend wiedersehen wollen. Als sie das Lagerhaus betraten, wurden sie dort eingeschlossen. Sie fanden ihre Freundin zerbrochen und weinend gefesselt und mit abgeschnittenen Haaren dort wieder. Noch ehe sie es sich versahen, brannte das Lagerhaus von allen Seiten. Sie versuchten zu entkommen, doch jeder Ausgang war verschlossen. Sie entdeckten eine geheime Falltür unter dem Heu durch Zufall und verschwanden im geheimen Keller der Scheune und verschanzten sich da. In dieser schicksalhaften Nacht, brannte die Scheune lichterloh und das Feuer ging auch auf andere Häuser über und schloss die Bewohner in den Flammen ein. Alle Hilfe kam zu spät, als eifrig Wassereimer für Löscharbeiten von der Bevölkerung geschleppt wurden.

Viele Familien starben, so wie auch seine Mutter, welche später unter Trümmern begraben lag. Um seine Freunde vor dem Rauch zu retten entdeckte er aus einer Emotion der Verzweiflung heraus seine magischen Fähigkeiten und verschaffte ihnen Linderung durch heilende Kräfte. Dadurch schafften er und seine Freunde es glimpflich mit einer leichten Rauchvergiftung heraus, als man sie im Keller entdeckte. Er war geschockt darüber zu was Hass führen konnte und war zu tiefst traurig und wütend seine Mutter verloren zu haben, auch wenn sie ihn nie wirklich als ihr Kind akzeptiert hatte. Doch seine heilenden Kräfte konnten den leblosen Körper nicht erwecken, weshalb er in Tränen ausbrach und die Götter beschwor ihm zu helfen. Diese tiefgreifende Erfahrung machte ihn besonders verschlossen und vorsichtig gegenüber anderen Menschen. Er entwickelte zudem eine Phobie vor Feuer.

Da sein Vater ihn verstoßen hatte und er sonst keine Verwandten gehabt hat, wurde er zu einem Waisenhaus wie nun viele andere elternlose Kinder gebracht. Es war ein besonders dreckiger heruntergekommener Ort mit einer ignoranten Heimleiterin, welche Kinder zu hassen schien. Und wieder war er den Kindern mit seiner Andersartigkeit ausgesetzt. Er durfte das Waisenhaus nicht verlassen und hatte so keine Möglichkeit mehr seine einstigen Freunde zu sehen und war erneut alleine auf sich gestellt. Sein einziger Lichtblick war, wenn das Waisenheim Besuch erhielt. Ein Heiler von gutem Ansehen kümmerte sich ehrenamtlich um die Gesundheit der Kinder und wenn er mit ihm alleine war trösteten ihn seine Worte. Er zeigte sich sehr aufmerksam und lerneifrig etwas von ihm über die Heilkunst zu erfahren und ob es auch möglich sei, Tote damit wiederzubeleben. Schließlich fasste er durch neue Hoffnung die in ihm durch den Heiler geschürt wurden, den Entschluss für sich selbst ein mächtiger Heiler zu werden, welcher anderen mit seinen Kräften helfen konnte. Er fasste vertrauen zu dem Heiler und erzählte ihm von seinen eigenen Kräften, welche er seit kurzem erst entdeckte.

Es hatte sich wohl herum gesprochen das sich ein besonderes Kind mit heilenden Kräften im Waisenhaus befand. Alle Kinder wurden an dem Tag besonders gewaschen und sauber gekleidet als hoher Besuch von Hohepriesterin Angeline Hohenthal aus dem „Tempel der Schönheit“ sich ankündigte. Es hieß das sie selbst keiner Kinder bekommen konnte. Sie begutachtete ein jedes Kind. Ihr Anblick brachte ihn zum Erstaunen, er hatte nie zuvor eine so wunderschöne Frau gesehen, dessen Kleider Ihre Schönheit zudem unterstrichen. Er war auch ihr sofort ins Auge gefallen, da von ihm eine besondere Ausstrahlung und Schönheit ausging. Sie unterhielt sich mit ihm und den Kindern und kam fortan öfter zu Besuch. Plötzlich änderte sich das Verhalten der Heimleiterin und sie behandelte ihn besonders gut. Sie war sehr bewegt von seinem Schicksal und bedrückt über seine Einsamkeit und die Verachtung der anderen Kinder, durch seine nicht menschliche Erscheinung und erzählte ihm von seinem göttlichen Erbe, was seine Augen derart erstrahlen und sein Haar so glänzen ließ.

Eines Tages entschloss sich Angeline Hohenthal ihn als ihren Sohn zu adoptieren und spendete eine große Summe an das Waisenhaus. Anfangs war er verhalten, distanziert und misstrauisch und konnte sein Glück nicht fassen. Er betrat fortan eine ihm völlig fremde Welt, als er ein Anwesen im reichsten Viertel Tiefwassers - dem Seeviertel - sein neues Zuhause nennen durfte. Neben Ihrer Arbeit als Hohepriesterin im Tempel Sunes, war sie Heiratsvermittlerin im Kreis des Hochadels und war sehr erfolgreich dabei. Sie gab ihm sehr kostbare Kleidung und er hatte sein eigenes Kammermädchen was sich um ihn und sein Wohl kümmerte. Doch anstelle sich bedienen und helfen zu lassen, wollte er selbst mithelfen und unterstütze sie bei ihren Arbeiten.

Seine Adoptivmutter schenkte ihm viel Liebe und Aufmerksamkeit und ließ ihn von den besten Lehrern unterrichten, um seine innere Schönheit und seinen Geist auszubilden. Dadurch lernte er das Lesen und Schreiben, das Rechnen, die Geschichte und wurde in Höflichkeit und Manieren unterrichtet aber auch in den Künsten und Poesie. Er lernte die Schönheit zu lieben. Seine eigene als auch jene die ihn umgab. Das erste Mal in seinem Leben konnte er wirklich glücklich sein und seine Verschlossenheit verschwand durch die Liebe und das Ansehen was ihm jetzt durch die neuen Umstände zuteilwurde. Er blühte regelrecht auf, was ihn selbstsicher werden ließ aber auch ein wenig eitel. Seine Vergangenheit war tief zum Selbstschutz in seinem Gedächtnis begraben.

Seine Vergangenheit holte ihn jedoch schneller als erwartet ein, als er außerhalb seines gewohnten Viertels auch die elendigen Viertel aufsuchte um Heilung und Mut zu spenden, wobei er auf seine einstigen Freunde traf welche er damals zurück lassen musste. Jene brachten ihn auf den Boden der Tatsachen zurück. Er half Ihnen und verdiente sich das Vertrauen zurück. Mit den wiedergefundenen Freunden wuchs in ihm der Wunsch, auch anderen Benachteiligten zu helfen ihre innere Schönheit zu finden. Denn was er nun sicher zu wissen schien, das fehlende Bildung als auch der falsche Einfluss die Frucht von Hass werden konnte.

Aufgrund seiner göttlichen Kräfte welche ihm Sune geschenkt hatte, erhielt er eine besondere Ausbildung im Tempel der Schönheit. Er schloss viele neue Freundschaften und knüpfte wichtige Beziehungen um seine Adoptivmutter zu unterstützen, welcher er sehr dankbar war. Während er zu einem jungen Mann heran wuchs lebte er ganz im Sinne Sunes Dogmas und setzte seine Fähigkeiten ein um die Welt zu einem schöneren Ort zu machen wo er nur konnte. Er half den Verletzten und Kranken und sprach jenen Mut zu welche andersartig waren oder ausgegrenzt wurden wie er selbst einst. Er gründete zusammen mit seinen Freunden die Vereinigung „Schönheit steckt in allem“, welche Menschen in Not half. Eine Organisation welche von Spenden lebte. Er selbst reiste daher auch viel umher als auch die restlichen Mitglieder.

Auf diese Weise bereiste er die gesamte Schwertküste und von dort gelangte er nach Comyr, Sembia und schließlich Cormanthor. Unterwegs erlebte er viele Abenteuer und baute seine Fähigkeiten weiter aus. Schließlich gelangte er nach Lisfar um das Wort als auch die Schönheit zu verbreiten.

Cyrus Hohenthal - Heilwirker Sunes [Lisfar] - verstorben
Thiara Raskada - Schankmaid im Gasthaus Luurden [Unterreich]
Letzte Änderung: 1 Jahr 1 Monat her von Janina Eldavagt.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.285 Sekunden
Powered by Kunena Forum