Der Hund vom Cormanthor
Zwei arglose Fischer hatten in der Nähe einer alten Fischerhütte am Cormanthor durch Zufall eine alte, vergrabene Schatulle entdeckt, in der sich eine Schriftrolle befunden hatte. Als sie leichtsinnigerweise die Zeilen vorlasen, zerfiel die Schriftrolle und einer der beiden wurde von dem in ihr verankerten Fluch befallen, der ihn in eine hundeartige Ghul-Form verwandelte. Lihsa, die Ehefrau des Verfluchten machte sich sorgenvoll auf die Suche nach ihrem Mann, da dieser nicht nach Hause gekommen war. Während der Suche wurde sie von dem Ghul-Hund entdeckt, der dann Jagd auf sie machte. Ich wurde auf die Hilferufe der Frau aufmerksam und zerstörte die hundeartige Ghul-Kreatur, da ich zu diesem Zeitpunkt die Hintergründe noch nicht kannte und Gefahr im Verzug bestand. Ich belegte die Frau mit einem Zauber der Steinhaut, schickte sie nach Hause und machte mich auf die Suche nach ihrem Mann. Dabei konnte ich den überlebenden Fischer und die oben beschriebenen Hintergründe in Erfahrung bringen. Ich hielt es nicht für notwendig, dass Lihsa erfährt, dass die hundeartige Ghul-Kreatur, die sie töten wollte, in Wahrheit ihr verfluchter Mann gewesen ist. So wurde sie nur darüber in Kenntnis gesetzt, dass ihr Mann durch die Ghul-Kreatur getötet und von ihr verschlungen wurde (was nicht einmal so weit weg von der Wahrheit ist) und kann nun in Ruhe trauern, zumal die Kreatur, durch die ihr Mann starb, gleichsam vernichtet ist. Weitere Schriftrollen hatten sich nicht in der Schatulle befunden.
Agatha
"Ich will dir die Wahrheit sagen. Ihr Menschen habt gar keine Angst vor dem Teufel. Ihr hofft und wollt, dass es ihn gibt. Denn gäbe es ihn nicht, dann... wäret ihr ganz alleine selbst für all das hier verantwortlich? Kriege, Morde, Vergewaltigungen. Das wäret dann alles ihr selbst, nicht wahr? Ihr wollt einen Bösewicht, weil dann alles ganz einfach ist. Töte den Bösewicht, vernichte das Böse. Wäre es nicht schön, wenn es einen Meisterplan gäbe? Wenn alles Schlechte auf der Welt irgendeinem Algorithmus folgt, wenn es Teil eines Puzzles wäre, das man lösen könnte? Doch was, wenn das gar nicht der Fall ist? Was, wenn viele Menschen nur das tun, was für sie gerade besser ist, ohne auf die Konsequenzen zu achten? Was, wenn viele Menschen die unter dem Egoismus anderer leiden, irgendwann irgendein Ventil suchen, Fanatismus, Rassismus, Amoklauf? Was, wenn viele Menschen überzeugt sind, das Richtige zu tun und alle, die etwas anderes tun, als Diener des Bösen brandmarken? Dann hätten wir einen kollektiven Wahnsinn, ein Karussell der Gewalt, das sich unaufhörlich dreht und völlig willkürlich alles zerfetzt, nicht wahr? Ihr braucht keinen Teufel. Ihr seid euer eigener."
Die Kanalratte (keine Metapher)
Im Rahmen Erforschung der biologischen und anatomischen Unterschiede zwischen den von mir bereits bekannten Vertretern der Spezies Rattus Atcathlis und den hier ansässigen, von mir kurzfristig als Rattus Lisfaris bezeichneten, wurde meine Aufmerksamkeit auf ein besonders seltsames Exemplar gelenkt, welches eine Belladonna in seinem Mund transportierte. Der interessanten Frage folgend, ob es sich um ein natürliches Verhalten oder ein ihr anerzogenes Verhalten handelt (Ratten sind sehr gelehrig und lassen sich ähnlich wie Hunde leicht dressieren), beschloss ich, die besagte Ratte weiter zu observieren. Ich folgte ihr in die Kanalisation, nachdem zwei sehr freundliche städtische Angestellte auf meine Bitte hin den Kanaldeckel von seiner Fixierung gelöst hatten. Während der Erkundung traf ich auf Dreufang und Lueith, die zu meiner Freude mein wissenschaftliches Interesse an Ratten zu teilen schienen und ebenfalls einem auffälligen Exemplar gefolgt waren, wobei es offenbar dasselbe war, das auch mein Interesse zuvor geweckt hatte.
Unsere nun gemeinschaftliche Exkursion durch die Kanäle Lisfars brachte uns die Erkenntnis ein, dass es dort hier und da ein paar gut versteckte Geheimgänge zu geben scheint, wobei einer von ihnen zum Atelier eines sehr begabten Aktmalers führte, der sein außerordentliches Talent leider vor seiner Ehefrau verstecken muss. Wir fanden zudem heraus, dass es in den Kanälen sehr viele Exemplare der Rattus Lisfars, aber auch der faernweit verbreiteten Rattus Terribilis (Schreckensratten) gibt, die die Größe eines Hundes erreichen (und nicht die eines niedlichen Kuschelhundes, sondern eher die eines Schäferhundes - wobei man mit einigen Schäferhunden auch gut kuscheln kann). Leider mussten wir die Schreckensratten töten, als sie uns angriffen, um physische Schäden an den eigenen Leibern zu vermeiden. Ich muss künftig auch ein paar nicht-letale Zauber für solche Fälle vorbereiten.
Der bis auf den bedauerlichen Tod der Schreckensratten angenehme Teil unserer Unternehmung endete leider jäh, als uns ein aggressiver Vertreter der Spezies Rattus Lycanthropia begegnete, der sofort zum Angriff übergegangen ist. Eventuell hatte es sich die ganze Zeit um diese Kreatur gehandelt, die zuvor mutmaßlich als normale Ratte getarnt war. Ein Versuch, den Fluch der Lykantropie mittels Belladonna zu beenden, war leider nicht erfolgreich. Es gelang uns jedoch, dieses arme Wesen durch die Vergiftung mit Belladonna kampfunfähig zu machen. Danach das Wesen von uns gemeinsam fixiert und gefesselt. Wir haben es in den Tempel gebracht und hoffen, dass einer der lokalen Priester im Gebiet der Lykantropie bewandert ist und den Fluch aufzuheben oder einen Weg für die Aufhebung des Fluches aufzuzeigen vermag.
Ich werde mich in den nächsten Tagen nach dem Stand der Dinge erkundigen.
Auch werde ich sowohl auf mich als auch auf meine beiden Begleiter achten, sollten sich Anzeichen von Lykantropie bei ihnen zeigen, immerhin ist dieser Fluch hochansteckend und kann bereits durch einen Biss oder Kratzer einer betroffenen Kreatur übertragen werden. Ich bin nicht verletzt worden, aber sollten sich bei mir entgegen aller Wahrscheinlichkeit dennoch Anzeichen eines solchen Fluches zeigen, bitte ich meine werten Kollegen, mich (auch notfalls gegen meinen Willen) einzusperren, Lyn zu holen und ihr den Bericht zu zeigen, den ich gerade geschrieben habe.
Agatha
"Ich will dir die Wahrheit sagen. Ihr Menschen habt gar keine Angst vor dem Teufel. Ihr hofft und wollt, dass es ihn gibt. Denn gäbe es ihn nicht, dann... wäret ihr ganz alleine selbst für all das hier verantwortlich? Kriege, Morde, Vergewaltigungen. Das wäret dann alles ihr selbst, nicht wahr? Ihr wollt einen Bösewicht, weil dann alles ganz einfach ist. Töte den Bösewicht, vernichte das Böse. Wäre es nicht schön, wenn es einen Meisterplan gäbe? Wenn alles Schlechte auf der Welt irgendeinem Algorithmus folgt, wenn es Teil eines Puzzles wäre, das man lösen könnte? Doch was, wenn das gar nicht der Fall ist? Was, wenn viele Menschen nur das tun, was für sie gerade besser ist, ohne auf die Konsequenzen zu achten? Was, wenn viele Menschen die unter dem Egoismus anderer leiden, irgendwann irgendein Ventil suchen, Fanatismus, Rassismus, Amoklauf? Was, wenn viele Menschen überzeugt sind, das Richtige zu tun und alle, die etwas anderes tun, als Diener des Bösen brandmarken? Dann hätten wir einen kollektiven Wahnsinn, ein Karussell der Gewalt, das sich unaufhörlich dreht und völlig willkürlich alles zerfetzt, nicht wahr? Ihr braucht keinen Teufel. Ihr seid euer eigener."
Die böse Blume die nicht böse ist
Im Rahmen meiner Forschungen stieß ich auf das Schicksal einer Fee namens Catith. Sie war vor langer Zeit in den Kontakt mit den Sporen einer korrumpierenden Blume aus dem mysteriösen Fernen Reich gekommen. Durch diese Sporen erlitt sie eine Infektion, für die es kein Heilmittel gab. Die Infektion verdarb und pervertierte ihre Essenz und machte sie zunehmend den Dämonen ähnlich. Da die Infektion zudem ansteckend zu sein schien, wurde sie von den anderen Feen nach und nach gemieden und ging ihnen später auch selbst aus dem Weg. Sie verließ die Feenebene und versteckte sich im Abyss. Offenbar sind Dämonen gegen dieselbe Infektion immun. Da sie bereits zuvor eine begabte Alchemistin war, suchte sie mit diesen Kenntnissen nach einem Heilmittel. Leider war sie nicht sehr erfolgreich. Aber auch alle anderen Versuche sich mit Hilfe von heilenden arkanen oder göttlichen Mitteln von der Infektion zu befreien, waren fehlgeschlagen.
Meine wissenschaftliche Neugier war geweckt. Allerdings wollte ich der Angelegenheit auch aus Aspekten der Sicherheit nachgehen. Wenn tatsächlich im Fernen Reich eine korrumpierende Blume wuchert, der es gelingt, ihre infektiösen Sporen und damit eine mit allen bisher bekannten Mitteln unheilbare Seuche in anderen Ebenen zu verbreiten, war das eine potentiell große Gefahr, die untersucht und eingedämmt werden musste. Ich beschloss, Catith zu kontaktieren.
Natürlich musste ich vorsichtig sein, da das Risiko bestand, dass auch ich von der Infektion betroffen werde. Um den Turm nicht in Gefahr zu bringen, führte ich die Beschwörung außerhalb Lisfars aus und bot ihr meine Hilfe an. Sie war aber zu diesem Zeitpunkt durch das Fortschreiten der Infektion schon sehr verdorben und reagierte feindselig. Es gelang mir jedoch, ihr Vertrauen zu gewinnen. Am Ende arbeiteten wir gemeinsam an dem Projekt. Hilfreich hierfür war, dass es ihr bereits gelungen war, einen alchemistischen Trank zu erschaffen, der andere Personen temporär vor einer Infektion schützt.
Schließlich reisten wir gemeinsam in das Ferne Reich zu dem dortigen Ort, an dem sich die Blume befinden sollte. Wir begegneten einem intelligenten Käferwesen, das sich uns als Viele vorstellte. Viele warnte uns vor der bösen Blume. Ich bin mir nicht sicher, welches Pronomen für Viele richtig ist. Daher verwende ich der Einfachheit halber 'sie'. Viele erklärte uns, dass sie aus einer anderen Welt kommt. Doch dort habe die böse Blume bereits ihre Sporen verbreitetet und viele der Bewohner korrumpiert und verändert. Deshalb sei Viele hierhergekommen, um die böse Blume aufzuhalten. Allerdings wirkte die Magie im Fernen Reich nicht nach den gewohnten Regeln und daher war die böse Blume Viele überlegen. Sie habe Viele dann in einen Käfer verwandelt und hier eingekerkert.
Viele habe aber die böse Blume über lange Zeit studiert und wisse nun Wege, sie zu vernichten. Wir lauschten ihren Ideen. Unter anderem sagte Viele uns dabei, dass sie uns im Kampf beistehen könnte. Sie habe ein Relikt aus ihrer Welt dabei. Mit diesem Relikt, einer Sphäre, könnte Viele ihre alte Gestalt und Macht zurückbekommen und ihr Vorhaben, die böse Blume zu besiegen, vollenden. Es sei mittlerweile auch schon wieder vollständig aufgeladen, es fehlen nur noch ein paar Reste. Wir halfen Viele, die Aufladung zu vollenden. Dann wollten wir uns der bösen Blume stellen.
Von der bösen Blume, mit der wir über einen Traum in Kontakt treten, erfuhren wir nun eine ganz andere Geschichte. Die böse Blume sagte, sie sei gar nicht böse. Ihre Sporen korrumpieren andere Wesen nicht, sondern lindern deren Leid. Als sie bemerkte, was mit Catith geschehen ist, wirkte sie ehrlich überrascht und machte die Infektion umgehend vollständig rückgängig. Aufgrund dieser Hilfsbereitschaft der Blume kam mir ein schlimmer Verdacht. Was, wenn Viele eigentlich die Schurkin in dieser Geschichte war? Wenn sie die Blume in ihrer langen Gefangenschaft beobachtet und dann die Sporen korrumpiert hatte, in der Hoffnung, dass jemand käme um ihre Gefängniswärterin, jene Blume, zu vernichten?
Ich fragte die Blume, was sie über Viele wisse. Die Blume sagte mir dann, dass Viele von einer anderen Welt käme, in der eine arkane Hochkultur herrscht, die alle anderen als Sklaven unterdrückt. Die Blume habe durch ihre Sporen diese Welt entdeckt, das Leid der Sklaven gemildert und sie befreit. Dies sei der wahre Grund gewesen, warum Viele sie töten wollte. Viele habe dann mit der Sphäre der Übertragung, jenem Relikt, sich zu Viele gemacht, indem es Lebensenergie, Seelen und Macht anderer verschlang und auf sich übertrug.
Viele wandte sich nun gegen uns uns bestätigte die Aussage der Blume. Mit Hilfe der Blume gelang es mir, Catith in Sicherheit zu bringen. Ich wollte mich nun Viele stellen und sie aufhalten. Nur war mir nicht klar ob ich dazu in der Lage wäre. Viele aber wollte, dass ich ihr diene, da sie mich brauchen könne. Ich willigte zum Schein ein. Viele wollte nun in die Materielle Ebene und fragte ihre neue vermeintliche Dienerin, mich, welchen Ort sie wählen sollte. Ich wog die Situation ab. Hätte ich sie nach Lisfar gebracht, hätten gewiss Lyn und die anderen Viele vernichten können. Allerdings hätte es auch zahlreiche Kollateralschäden geben können. Das Risiko war mir zu hoch.
Dann kam mir der Gedanke, dass es einen Ort gäbe, an dem man Viele bestimmt rasch überwältigen könnte. Den Hochsicherheitstrakt der Zauberfeste von Amn. Die Verhüllten Magier haben alle nur erdenklichen Sicherheitsvorkehrungen. Ich bot Viele an, dass ich einen guten und sicheren Ort wissen würde und ließ sie meine Gedanken lesen, damit sie uns mit ihrer Macht dorthin brächte. Dabei dache ich in diesem Moment, in dem sie meine Gedanken durchforstete, natürlich nur an den Zielort, nicht daran, dass Viele dort eingesperrt sein soll. Es gelang und wir kamen in der Zauberfeste an. Leider war mir nicht bewusst gewesen, dass die Zauberfeste zu diesem Moment eine eigene Krise hatte.
Durch eine Reihe von kürzlich vorgefallenen, schweren Erdbeben waren Teile der Zauberfeste eingestürzt und viele Magiewirker und magische Kreaturen entkommen. Der Großteil der Verhüllten Magier war damit beschäftigt, die zuvor geflohenen Magiewirker und magischen Kreaturen wieder einzufangen und so war nur eine Notbesetzung vor Ort und ein relevanter Teil der Sicherheitsvorkehrungen ausgefallen. So konnten die Verhüllten Magier zwar Vieles Sphäre der Übertragung sicherstellen, doch Viele selbst war nun in die Tiefen der Zauberfeste entkommen und ich wurde von den Verhüllten Magiern natürlich erst einmal inhaftiert.
Agatha
"Ich will dir die Wahrheit sagen. Ihr Menschen habt gar keine Angst vor dem Teufel. Ihr hofft und wollt, dass es ihn gibt. Denn gäbe es ihn nicht, dann... wäret ihr ganz alleine selbst für all das hier verantwortlich? Kriege, Morde, Vergewaltigungen. Das wäret dann alles ihr selbst, nicht wahr? Ihr wollt einen Bösewicht, weil dann alles ganz einfach ist. Töte den Bösewicht, vernichte das Böse. Wäre es nicht schön, wenn es einen Meisterplan gäbe? Wenn alles Schlechte auf der Welt irgendeinem Algorithmus folgt, wenn es Teil eines Puzzles wäre, das man lösen könnte? Doch was, wenn das gar nicht der Fall ist? Was, wenn viele Menschen nur das tun, was für sie gerade besser ist, ohne auf die Konsequenzen zu achten? Was, wenn viele Menschen die unter dem Egoismus anderer leiden, irgendwann irgendein Ventil suchen, Fanatismus, Rassismus, Amoklauf? Was, wenn viele Menschen überzeugt sind, das Richtige zu tun und alle, die etwas anderes tun, als Diener des Bösen brandmarken? Dann hätten wir einen kollektiven Wahnsinn, ein Karussell der Gewalt, das sich unaufhörlich dreht und völlig willkürlich alles zerfetzt, nicht wahr? Ihr braucht keinen Teufel. Ihr seid euer eigener."
Untersuchung des Knaggler-Schreins aufgrund des Erscheinenes von Untoten
Eine vollständige Kopie aller in der Garde abgegebenen Schriftstücke findet sich auch im Turm der Lehren.
Anmerkung:
Die gefundenen Habseligkeiten und die Überreste des Opfers wurden der Garde übergeben.
Am Vormittag des 2. Alturiak zogen Thogrim, Magistra Uldenschuld, der Rekrut Caelum Derlson und ich, in Richtung Strand, um hinsichtlich des vermeintlichen Cyricers und Totenbeschwörers weitere Erkenntnisse zu gewinnen.
Wir führten unseren Weg über das Nordtor hin, kurz nachdem wir die Stadt verlassen hatten, stieß ein Halbling namens Ruuk zu uns, führten unseren Weg zum Fluss Lis, wo sich uns die schlagkräftige Halbling Tara anschloss. Bereits nahe der diesseitigen Anlegestelle am Fluss, wurden durch den Fährtenleser Thogrim einige Spuren, eindeutig von Untoten Skeletten, gefunden. Diesen folgten wir bis zum Strand, an welchem die Priesterin Leyana zu uns stieß und wir den Spuren weiter bis zu dem dortigen Schrein des Großen Knagglers folgten, an welchem sich einige Untote, sowie eine Sukkubus versammelt hatten und dort eine Art Patroullie liefen.
Nach einem kurzen Kampf, der unsererseits ohne Verluste oder Verletzte vonstatten ging, waren die feindlichen Kreaturen besiegt. Am Schrein des Großen Knagglers wurden Verunstaltungen in Abyssal durch Magistra Uldenschlund und die Priesterin Leyana entdeckt. Übersetzt ergeben diese unflätige Schmähungen in Form von Gedichten, die sich über das Sexualverhalten von Priestern und Göttern lustig machen. Rekrut Derlson bat um weitere Auskünfte und wollte ebenfalls einen Bericht für die Garde verfassen. Er wollte sich einiger Lektüre hingeben, um mehr Erkenntnisse zu gewinnen und zog sich an dieser Stelle zurück, da es nicht mehr den Anschein hatte, dass ein weiteres Eingreifen notwendig wäre. *pers. Anmerkung: Rekrut Derlson verhielt sich dabei vorbildlich und stellte stets die Sicherheit der Anwesenden an erste Stelle
Nachdem dort keine weiteren Spuren zu finden waren, erhoben sich Magistra Uldenschlund und Priesterin Leyana in die Luft, um von dort aus nach weiteren Spuren zu suchen oder gar einen Flüchtigen auffinden zu können. Zur selben Zeit machten Tara, Thogrim und ich uns auf in die nahegelegene Höhle hinter dem Wasserfall. In der Höhle angekommen, hörten wir leise Stimmen, die sich zu streiten schienen. Kurz darauf stießen die beiden Luftspäherinnen wieder zu uns und da die Stimmen noch immer nicht abrissen, erklärte Agatha Uldenschlund daraufhin, dass sich da jemand um das letzte Stück Fleisch zu streiten schien – wieder in Abyssal. Wir wateten durch das am Rand nicht sehr tiefe Wasser um die Ecke, wo uns zwei weitere Untote angriffen, nachdem eine magische Bannmauer durch das Wirken von Leyana gebannt wurde. Noch ehe wir Gelegenheit hatten, wirklich zu reagieren, rief eine weitere Sukkubus, in Begleitung zweier Quasiten, aus dem hinteren Teil der Höhle uns zu, dass wir zu spät für den Hauptgang wären, wir aber gern noch das Knochenmark haben könnten. Dabei hantierte sie mit einem mutmaßlichen Oberschenkelknochen und verschwand an Ort und Stelle mitsamt der Quasiten durch einen Teleportationszauber.
Nachdem sie verschwunden waren, durchsuchten wir den restlichen Teil der kleinen Höhle und fanden die Überreste eines Halbelfen. Aufgrund der Kleidung in seinem Rucksack vermutlich männlich. Ein zerrissener Brief wurde ebenfalls in seinen Einzelteilen aufgelesen. Wir nahmen die Überreste und den Rucksack mit. Beides wird hiermit der Garde übergeben. In der Höhle fanden wir zudem noch ein paar recht primitive Höhlenmalereien aus Blut, die womöglich spielende Quasiten auf einer Blumenwiesen zeigen sollten. Eventuell ist eine Interpretation aber auch gänzlich anderer Art möglich. In einer weiteren Ecke fanden wir dann noch das Symbol des Cyric, welches ebenfalls mit Blut an die Höhlenwand gemalt wurde. Anhand des gefundenen Briefes und des Zustands der Fleischreste, lässt sich darauf schließen, dass das Opfer seit etwa 5 bis 7 Tagen tot ist.
Sofern erlaubt, würden wir die Überreste gern ordentlich begraben oder bestatten lassen. Die Priesterin Leyana sprach noch in der Höhle selbst einen Segen über die Überreste, um der Seele den Weg zu ihren Göttern zu weisen. Mit weiterer Erlaubnis, würde ich zudem gern die Verunstaltungen am Schrein des Großen Knagglers entfernen, sofern diese nicht weiter von der Garde gesichtet werden müssen.
Der Brief, von dem auch eine besser lesbare Abschrift beigelegt wurde enthält dabei folgendes:
Adressiert an eine Anschrift in Narbental, datiert auf den 22. Hammer.
"Hallo Mutti,
bin in Lisfar gut ankommen die Stadt ist echt eine Reise wert allein wegen dem Götterschrein den die hier haben und erst recht wegen diesem Museum. Es war echt ein tolles Erlebnis mal eins von innen zu sehen. Ich werde mich auch in ein oder zwei Zehntagen wieder auf den Heimweg machen, will mir noch einen Schrein am Strand ansehen - soll ein echtes Unikat von einem Knaggler oder so sein - bin sehr gespannt!
Grüß Vati von mir - hab Euch lieb!"
Dass die Beschwörungen der Untoten von den Sukkubi ausgingen, wird als eher unwahrscheinlich erachtet. Für weitere Erläuterungen hierzu, steht Magistra Uldenschlund aufgrund ihres umfassenden Wissens zu diesen Wesen jederzeit zur Verfügung.
Gezeichnet;
Lyn Winterbiss, Hohe Magistra des Turms der Lehren zu Lisfar
Dazu findet sich das Siegel des Turms, als auch das persönliche Siegel Lyns