Markttreiben
Auf Lisfars Marktplatz vermochte man momentan zu beobachten wie weitere Stände aufgebaut wurden und offenbar zusätzliche Vorbereitungen für den morgigen Markttag getroffen wurden. Wer sich erkundigte konnte erfahren, dass eine Handelskarawane aus Sembia in Lisfar Halt gemacht hatte und deren Händler zahlreiche magische wie unmagische Kuriositäten im Angebot hatten. Einen Stand mit seltenen Erzen, Hölzern, Häuten und Meteoriten sollte es geben, einen welcher Nahrungsmittel und Getränke unterschiedlichster Verarbeitungsformen aus ganz Faerûn in seinem Angebot hatte, zwei Garküchen welche fertige Speisen anboten und zuletzt schließlich noch einen Stand mit Haushaltsgegenständen.
Für eine ausgelassene und lustige Stimmung sollten zudem Gaukler, Feuerspucker, eine Ballonverkäuferin und ein stadtbekannter Barde sorgen.
In der Zuflucht kündigte sich zudem ein Mitglied der Karawane an, welches bereit wäre Waren vom Marktplatz in den Tunnel zu schaffen, vorausgesetzt man bezahlt ein paar Münzen extra.
Hauptcharakter: Sarah Morgentau - Kind der Meere
Spielleiterzuständigkeit: Marktviertel & Oberstadt
Gerüchte oder doch Tatsachen? War es einfach nur Klatsch des Marktvolkes?
Es war nicht bewegendes ... doch auffalend war es dennoch! Seit kurzem schien im Glückstreffer etwas mehr los zu sein. Oder einfach nur eine neue Idee der Besitzer? Seit diesem Abend waren dort auf den Tischen und am Tresen verschiedene kleinere und größere "Blumensträuße" zu finden, ebenso draußen auf den Tischen. Angeblich hätte der dort immer wieder gesichtete Waldelf zusammen mit dem Schankpersonal in einer "Nacht und Nebelaktion", wären Lyn und Renard ausser Haus gewesen sein sollen, die Blumen aufgestellt. Es sollte wohl ein kleiner Willkommens Gruß sein, da die Beiden wieder zurück von ihrer Reise waren.
Der Waldelf hatte bei Erina die Blumen, Lupinen und Freesien, bestellt und elfisch genau auf die Qualität geachtet. Sein druidisches Sinnen ließ die Blumen mit leisen Gebeten an seine Herrin ehren. Irgendwie schien seitdem auch... etwas mit diesen Blumen zu sein. Sie wirkt irgendwie... Strahlender?
Hauptsächlich war es die Farbe Violett - Lila - Blauviolett, von denen beide Blütenarten waren. Nur die kleineren "Sträuße" waren auch von anderer Farbe. Aber alle erinnerten an die Natur, zusammen gefügt von erlesener Hand. Es war keine klassische oder steife Steckkunst. Und so würde die Bagasch vom Glückstreffer darauf warten, was Lyn und Renard und der Rest der Stadt von dieser "Tat" hielten. Samuel, der hatte sich sogar selbst mit den wohl riechenden Freesien verziert, was von allen Teilnehmenden, mit amüsierten Lachen bedankt wurde.
So oder so. Diese kleinen Aufmerksamkeiten würden nun jeden erwarten, der im Glückstreffer eintraf.


~~Worte verletzen mehr als jegliche Waffe dieser Welt~~
Labradorit - Firraerim Auvrea'elrvis - "Auf der Suche nach dem Weg."
Ravunis - [...]
Entweihung! Sakrileg! Skandal!
Irgendwann in der vergangenen Nacht - oder war es gar am hellichten Tag? Vielleicht sogar in den letzten Tagen? - So genau konnte das letztlich niemand sagen, denn wenn etwas selbstverständlich geworden war, beachtete man es schließlich nicht mehr so richtig. Das Gewusel am Markt und den Ständen war jedenfalls reichlich hoch, als plötzlich ein verwunderter Ausruf für allerhand Fragen und irritierte Blicke sorgte.
"War hier nicht mal ein Kohlebecken?!"
Und mit dieser Frage, hatten die Gardisten nun ihre liebe Not. Denn irgendwie konnte niemand sagen, ob es gestern oder vorgestern noch da war. Fragte man sich durch die Leute am Markt, bekam man allerhand Antworten.
"Ich könnte schwören, bei Sonnenaufgang war das Kohlebecken noch da!"
"Kohlebecken? Das steht da do... oh!"
"Jetzt muss man sich eben woanders wärmen, ich versteh das Drama nicht."
"Dort hatte ich sehr viele schöne Gespräche - wie schade!"
Die Meinungen darüber gingen ebenso auseinander, wie die Aussagen, wann das Kohlbecken denn nun genau verschwunden sein mochte.
Wurde es gestohlen?
Hatte es Beschädigungen und wird repariert?
Wird es ein Neues geben?
Doch so, wie das Kohlebecken am Markt entschwand, so tauchten allem Anschein nach zur selben Zeit Feuerkörbe nahe der Marktstände auf.
Benjamin - der Besitzer des Talländers - hingegen ergriff die Gelegenheit und stellte ein paar Bänke auf den nun freien Platz, ehe ihm noch irgendein Marktstand die Aussicht vom Biergarten auf den Marktplatz verbauen würde.
Der Winter ist bald endlich da…
War es die vergangenen Zehntagen noch ungewöhnlich mild gewesen in Lisfar selbst und seinem Umland, so vermochte man momentan einen Umschwung des Wetters beobachten zu können. Nicht jedem Bewohner der Stadt oder des Umlands vielen die dezenten Zeichen auf, aber eben jenen, die stark mit der Natur verbunden waren oder viel Zeit in jener verbrachten.
So berichteten die Fischer davon, dass sich die Fische zurückzogen, dass Meer war unruhiger als sonst und die alte Ethel im Hafen schwor Stein und Bein, dass es nach Schnee roch. Die Pferde waren rastloser als sonst und der ein oder andere alte Bewohner klagte über die typischen Leiden in Rücken und Gelenken, die aufkamen, wenn das Wetter plötzlich stark kippte.
Jene die das Wetter klar zu deuten vermochten waren beunruhigt. Offenbar würden die Temperaturen in den kommenden Tagen extrem stark fallen (zweistelliger Minusbereich), es würde viel Schnee geben (höher als hüfthoch) und heftige Stürme. Natürlich glaubte nicht jeder Bewohner der Stadt diesen Unsinn. Aber jene die es glaubten begannen sich vorzubereiten. Da wurden letzte Arbeiten an Häusern rasch zu Ende gebracht, die Schiffe und Boote wurden sorgsam vertäut und wer es sich leisten konnte, kaufte noch einmal größere Mengen an Brennholz und Vorräten nach.
Die Verwaltung ging sogar so weit, dass in der Suppenküche im Hafen plötzlich auch Ellen guten Wolltuchs ausgegeben wurden, damit auch die Ärmsten eine Chance gegen die baldige Kälte hatten.
Hauptcharakter: Sarah Morgentau - Kind der Meere
Spielleiterzuständigkeit: Marktviertel & Oberstadt
Der Sturm ist da...
Wie es bereits der ein oder andere wahrgenommen hatte, erreichte der schlimme Wintersturm tatsächlich die Hafenstadt mit aller Wucht. Innerhalb kürzester Zeit vielen beachtliche Mengen an Schnee, dass Hafenbecken fror zu und die Garde kam kaum noch mit dem Räumen der Gehwege nach. Eisig war es geworden und ohne dicke Winterkleidung sollte man sich nicht vor die Türe wagen. Hinzu kam noch der starke Wind, welcher einem beim Gehen behinderte und auch dazu führte, dass man gerne einmal stolperte und ständig Schnee in den Augen hatte. Wer vor die Tore wollte wurde von der Garde noch einmal darum gebeten es sich zu überlegen. Immerhin war das Umland nun noch gefährlicher als sonst.
Glücklicherweise gab es auch sturmfreie Phasen. Welche dann von den Bürgern genutzt wurden, um Erledigungen zu tätigen, Gebäude weiter zu sichern oder anderen Tätigkeiten nachzugehen.
Im Marktviertel errichteten einige besorgte Bürger einen provisorischen Schrein zu Ehren Aurils und in der Oberstadt, am ungefähr höchsten Punkt, geschah das Gleiche nur eben zu Ehren von Talos. Viele Bürger waren der Meinung, dass die Forstmaid und der Sturmfürst besänftigt werden mussten und dadurch das Wetterphänomen ein rascheres Ende nehmen würde.
Mit dem vielen Schnee kamen auch die üblichen Probleme. Schäden an Häusern und Gebäuden, viel Arbeit für die Heiler und Kräutermischer der Stadt und ein zum Erliegen gekommener Handel.
Hauptcharakter: Sarah Morgentau - Kind der Meere
Spielleiterzuständigkeit: Marktviertel & Oberstadt
Flockiges Frohlocken!
In einer der Sturmpausen hatte man es doch tatsächlich gewagt, ein neues Kohlebecken an den ursprünglichen Platz zu stellen.
Gut, es wurde aus sorgsam aus Schnee geformt und mit einer blauen Serviette und einer darauf thronenden, blauen Flamme versehen, die keinerlei Wärme spendet, aber es hat die wunderbare Form des alten, spurlos verschwundenen Kohlebeckens bekommen! Auch wenn es ob des Sturms womöglich die erste Nacht nicht überstehen wird und die Flamme noch vor dem neu aufbrausenden Sturm verschwunden sein wird, so brachte die Aktion doch durchaus Freude am Marktplatz - nicht zuletzt, weil dadurch auch eine Menge Schnee beiseite geräumt wurde.
Auf einigen schwarzen Brettern der Stadt war folgender Aushang in gleichförmiger Schrift:
"Geehrte Mitbürger Lisfars,
interessierte Reisende,
ich möchte mehr über die Echsenmenschen im Sumpf erfahren,
daher biete ich jedem, der mir in dieser Sache hilfreich ist, eine gerechte Entlohnung.
Für jemand, der Wissen, Kampfkraft, Naturkunde oder Handwerkskunst einzubringen vermag,
habe ich Verwendung, doch jeder, der meine Neugierde teilt, nehme Kontakt mit mir auf.
So alle etwaigen Vorarbeiten erledigt und Bedingungen erfüllt, sollen Expeditionen in den Sumpf erfolgen,
mit dem Ziel friedfertige Beziehungen mit den Echsenmenschen selbst zu knüpfen,
um mehr über den Sumpf und dessen Kreaturen zu erfahren.
Easifa Mahanim,
wohnhaft Kupfertaler"
Es wurde langsam wieder Frühjahr in Lisfar. Dies konnte man daran erkennen, dass erste Frühjahrsblüher behutsam ihre Köpfe aus der Erde streckten, die Temperaturen stiegen und die Händler und Handwerker im Marktviertel damit begonnen, ihre Wohnhäuser und Lagerhallen von den Schäden des Winters zu befreien.
Dementsprechend geschäftig ging es nun also im Marktviertel zu. Fassaden wollten repariert und gestrichen werden, Dächer musste neu eingedeckt werden und offenbar standen am Tempel der Triade gleich größere Bauarbeiten an. Aufmerksame Betrachter konnten beobachten, wie man das Gebäude offenbar leerräumte. Immer mal wieder vermochte man dort Beamte der Stadtverwaltung zu entdecken und auch den ein oder anderen in der Architektur bewanderten Magier des Turms.
Die Arbeiten am Markt und dessen direkter Umgebung würden wohl noch einige Tage andauern.
Auch die Wachen der Stadt schienen sich über den Frühling zu freuen, allgemein waren sie besser gelaunt und zeigten mehr Präsenz als in den vergangenen Monaten. Kurzum, die Handelssaison konnte auch sicher starten.
Hauptcharakter: Sarah Morgentau - Kind der Meere
Spielleiterzuständigkeit: Marktviertel & Oberstadt
Immer häufiger hörte man derzeit in den Straßen Lisfars davon, dass es zum Ende des Ches ein großes Fest in der Stadt geben sollte.
Dies wurde nur umso mehr, nachdem sich auch an allen möglichen Laternen, Häuserwänden, Informationstafeln, als auch in den Gasthäusern bunt gestaltete Aushänge finden ließen, die jenes bekundeten:
Hört hört!
Wieder einmal ist es soweit, bald dürfen wir den Sternenregen ein weiteres Mal staunend beobachten. Dazu wird in diesem Jahr das erste Lisfarer Sternenfest stattfinden, um die Ankunft der Sterne zu feiern und Mystra für die unzähligen kleinen Funken Magie, welche sie uns damit jedes Jahr aufs Neue beschert, zu danken.
Wann?
29. Ches - 01. Tarsakh
Wo?
Lisfar, Marktplatz
Im Zuge dessen wird auch der bis dahin neu entstandene Tempel Lisfars feierlich eingeweiht.
Wir freuen uns auf diese neu hinzugewonnene Feierlichkeit und auf die unvergesslichen Nächte des Sternenregens! Kostümierungen aller Art sind wie immer gerne gesehen!
Sternenfest
Freitag, 29.03.2024:
- Eröffnung des neuen Tempelgebäudes
- Auftritt eines Barden zur Sage des Sternenregens
- Spenden von Edelsteinen an Mystra
- Sternenregen am Abend und die Nacht hindurch
Ab Samstag; 30.03.2024:
- Sternenjagd (Belohnung darf während des Festes beliebig geholt und genutzt werden, nach dem Fest bitte nur 2 pro Account behalten)
- Suche nach herabgefallenen "Sternen" (Meteoriten/Erze) im Umland möglich (Bitte nur 2 pro Account!)[/spoiler]
((Erklärung:
Nutzt die Belohnung für die Sternenjagd während des Festes, wie Ihr möchtet.
Nach dem Fest wäre es schön, wenn nur noch 2 im Besitz sind.
Wenn mehrere solcher Gegenstände im Inventar sind, funktionieren sie nicht zuverlässig und die korrekte Variante wird nicht richtig dargestellt. Daher versucht bitte darauf zu achten, nur einen der entsprechenden Belohnungssteine für die Sternenjagd im Inventar zu haben, wenn er genutzt wird. Danke 🙂 ))
An verschiedenen öffentlichen Plätzen konnten folgende Aushänge neuerdings gesehen werden.

((Exakter Termin dann im Discord))
"Ich will dir die Wahrheit sagen. Ihr Menschen habt gar keine Angst vor dem Teufel. Ihr hofft und wollt, dass es ihn gibt. Denn gäbe es ihn nicht, dann... wäret ihr ganz alleine selbst für all das hier verantwortlich? Kriege, Morde, Vergewaltigungen. Das wäret dann alles ihr selbst, nicht wahr? Ihr wollt einen Bösewicht, weil dann alles ganz einfach ist. Töte den Bösewicht, vernichte das Böse. Wäre es nicht schön, wenn es einen Meisterplan gäbe? Wenn alles Schlechte auf der Welt irgendeinem Algorithmus folgt, wenn es Teil eines Puzzles wäre, das man lösen könnte? Doch was, wenn das gar nicht der Fall ist? Was, wenn viele Menschen nur das tun, was für sie gerade besser ist, ohne auf die Konsequenzen zu achten? Was, wenn viele Menschen die unter dem Egoismus anderer leiden, irgendwann irgendein Ventil suchen, Fanatismus, Rassismus, Amoklauf? Was, wenn viele Menschen überzeugt sind, das Richtige zu tun und alle, die etwas anderes tun, als Diener des Bösen brandmarken? Dann hätten wir einen kollektiven Wahnsinn, ein Karussell der Gewalt, das sich unaufhörlich dreht und völlig willkürlich alles zerfetzt, nicht wahr? Ihr braucht keinen Teufel. Ihr seid euer eigener."
Schneeflöckchen, Weißröckchen
Der Winter zieht nun allmählich in den Talländern, und damit auch in Lisfar, ein. Die ersten Schneefälle haben die Straßen mit einer weißen Decke überzogen, die sich in den kommenden Tagen wohl noch verdichten wird. Schon jetzt verlangsamt sich der Handel mit den Bauernhöfen merklich, obgleich die Fuhrmeisterei alles daran setzt, um einen reibungslosen Ablauf zu schaffen. Während die Kinder begeistert die ersten Schneemänner des Jahres bauen, sehen die Händler im Marktviertel den kommenden Wochen mit gemischten Gefühlen entgegen.
Die Hauptstraßen werden nun täglich freigeräumt, besonders wichtig ist der Weg vom Hafen zum Markt. An den Docks bereiten sich die Hafenarbeiter und die Hafenmeisterei darauf vor, das sich bildende Eis zu brechen, damit die Schiffe weiterhin anlegen können. In den Seitengassen beginnen die Bewohner damit, erste Pfade freizuschaufeln.
Im Marktviertel werden nach und nach die Feuerschalen und ein großes Kohlebecken mit reichlich Holz versorgt, die den Menschen in der kalten Jahreszeit als Wärmequellen dienen können. Die Händler beginnen ihr Angebot umzustellen - warme Kleidung, Pelze und bald auch heiße Suppen werden die gefragtesten Waren sein. Auch die Apotheke sieht zahlreichem Zulauf entgegen. Sei es eine laufende Nase, direkt ein kleiner Trank gegen Erkältungen für den, der es sich leisten kann, unterschiedliche Tinkturen oder schlicht Cremes und Salben gegen trockene Haut, die der oft trockeneren Winterluft geschuldet ist. Derweil haben die Bäckereien ihr Angebot um Kekse und Kuchen erweitert, die es in unterschiedlichsten, winterlicheren Varianten zu erstehen gibt.
In der Oberstadt dampft bereits die Treppe zum Magierturm - ein geschickt platzierter Wärmezauber hält sie eisfrei. So mancher Magier macht sich seinen Weg leichter, indem er ihn entweder direkt von Schnee befreit, oder schlicht darüberherschwebt.
Die Temperaturen sinken nun tagsüber in Richtung Gefrierpunkt, nachts wird es zunehmend frostiger. In den Tavernen werden die Plätze nahe der Kamine bereits beliebter, während draußen immer häufiger Schneeflocken vom Himmel tanzen. Der wehrhafte Talländer wirbt derweil mit einem täglich wechselnden Suppenangebot, während der Kupfertaler mit der gleichen Fischsuppe versucht Kunden anzulocken, die auch auf dem Fischmarkt verkauft wird. Im Glückstreffer werden wieder vermehrt heiße Getränke und wenige kleine, wärmende Süßspeisen angeboten.
Allgemein ist eher von einem moderaten Winter auszugehen, mit reichlich Schnee, aber ohne extreme Temperaturstürze.
Die letzten Tage schon waren verstärkt Lieferungen von der Stadt und aus dem Lager der Holzfäller in Richtung Vorposten unterwegs. Dies ist, in Hinblick auf den bevorstehenden Winter, nicht verwunderlich. Größe und Häufigkeit der Lieferungen allerdings waren ungewöhnlich genug, dass es auffallen könnte.
Im südlichen Bereich nahe des Vorpostens wurden kleinere Erdarbeiten ausgeführt und es sah so aus, als würde dort etwas aufgebaut werden. Bisher aber werden kaum mehr als einige kleine Gruben und Pfähle im Boden zu erkennen sein.
Kerzenknappheit in Lisfar!
Der Feiertag in der Nacht von Uktar auf Nachtal hatte viele Namen bei vielen Völkern und Kirchen. Am häufigsten wurde er als „Mondfest“ bezeichnet, oft ein stilles Fest zum Gedenken an die Verstorbenen.
Für die Bewohner Lisfars zeitigte das Verstreichen dieses Tages allerdings, dass die Vorbereitungen neuer Feierlichkeiten beginnen sollten. Der letzte Zehntag des Jahres hatte sich in der Region als „Winterleuchten“ etabliert, dessen Höhepunkt das Kerzenfest am 25. Nachtal und dessen Vorabend bildete. Nicht alle hatten von dieser Tradition gehört und sogar für Lisfarer Maßstäbe war sie recht neu, bestand sie doch erst seit fünf Jahren.
Und dennoch… die Emsigkeit, mit der die Lisfarer über den Markt wuselten, zeugte davon, dass etwas im Gange war. Die Händler feierten einen guten Umsatz, wurden doch oft Geschenke gesucht, die man den Familienmitgliedern oder Freunden zum Kerzenfest angedeihen lassen konnte. Die Atmosphäre war aufgeregt, aber auch verschwiegen, geradezu konspirativ! Denn in der überschaubaren Stadt konnte sich schnell rumsprechen, wer was von wem gekauft hatte und eh man sich’s versah, war die Überraschung, die man jemandem bereiten wollte, futsch.
In dieser Zeit, in der Mysterium und Vorfreude sich zu einem leichten Prickeln vereinten, hatten ein paar besonders findige Handelstreibende ihren Kerzenvorrat ordentlich aufgestockt. Denn absolut gar nichts verkaufte sich, anlässlich des Winterleuchtens und natürlich des Kerzenfests, so gut wie Kerzen, die zum Winterleuchten schon bald die Fenster der Gebäude und Straßen zieren sollten.
Entgegen den allgemeinen Gerüchte gab es natürlich keine Kerzenknappheit. Aber das Winterleuchten hatte noch nicht einmal begonnen und ob auf die Kalkulationen der Händler wirklich Verlass war, würde sich erst zeigen müssen.
Monster-Angriffe im Umland!
Das Winterleuchten neigte sich seinem Höhepunkt entgegen: Das Lisfarer Kerzenfest stand an und überall in der Stadt wurde dieser Bezeichnung alle Ehre gemacht. Kerzen leuchteten in den Fenstern und in Windlichtern entlang der Wege. Der gleichsam freudvolle wie besinnliche letzte Ritt des Jahres war angebrochen.
Doch drangen Gerüchte aus dem Umland bis in die Stadt, dass wilde Bestien und Monstrositäten die Gehöfte und Straßen unsicher machten. Sogar von Werwolfangriffen war die Rede. Es wären nicht die ersten in der Gegend und obgleich die letzten schon länger zurücklagen und das Hörensagen bisher keine größere Unruhe in der Stadt aufkommen ließ, bedauerte doch manch einer, dass diese eigentlich friedvolle Zeit so getrübt wurde.
Details indes erfuhr man wenige. Es habe Angriffe auf Bauersleute gegeben, schreckliche Geräusche erklangen in der Nacht. Von grauenhaftem Jaulen und Schreien war die Rede. Fragte man die Stadtgarde, gab es nicht viel in Erfahrung zu bringen. Ja, man hätte davon gehört. Ja, man kümmere sich darum. Es wollte sich nicht so recht das Gefühl einstellen, dass der Situation die Aufmerksamkeit gewidmet wurde, die sie verdiente. Immerhin war bislang nichts von Todesopfern bekannt.
Aber wollte man wirklich riskieren, dass es so weit kam? Vielleicht bedurfte es einiger couragierter Helfer, die sich der Sache annehmen konnten.
[[IG-Termin am 21.12. um 20 Uhr beim südlichen Gehöft im Umland]]