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Briefe an Finnja Eibenhain

Marek
(@marek)
Heldenmut Spieler

In der Zuflucht erhält Finnja heute als die dort ankommt schließlich von einer Angestellten einen Brief, den diese von Agatha bekommen hatte. Der Text wird von einigen kleinen einfachen Zeichnungen, die offenbar enervierend zuckersüße lachende Gesichter und Herzchen oder andere Dinge darstellen sollen, versehen. Eventuell hat Agatha sie nebenher in Gedanken gemalt. 

Liebe Finnja,

ich habe dich seit deinem kurzen Abschiedsbrief nicht mehr gesehen. Ich hoffe, dir geht es gut. Ich habe vermutet, dass du zu den Dunkelelfen in diesen Handelsposten gegangen bist. Sei nur vorsichtig da unten. Dieser Qu'El'Faeruk ist zwar lieb, aber die meisten anderen Dunkelelfen sind bestimmt ganz böse und gefährlich. Klar, du hattest erwähnt, dass da unten auch andere Menschen sind, aber es ist halt trotzdem das Unterreich und die meisten anderen Menschen, die dort sind, dürften auch eher zwielichtig sein. Ich hoffe, dass wir uns noch das eine oder andere Mal sehen und sprechen können. Aber als Halbelfe traue ich mich nicht in den Handelsposten, allerdings werde ich ab und an in der Zuflucht vorbeisehen, weil mir der Qu'El'Faeruk versichert hat, dass das hier ein sicherer und neutraler Ort ist. Du kannst mir ja eine Nachricht hinterlassen oder so, die ich dann lesen kann, wenn ich mal wieder da bin.

Ganz liebe Grüße
Agatha

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 22. Dezember 2023 22:04
Spiegelfeder
(@spiegelfeder)
Heldenmut Spieler

Als Finnja das nächste Mal in der Zuflucht vorbeischaute, drückte man ihr einen Brief in die Hände. Dieser war weder akkurat gefalten, noch von äußerst hochwertigem Pergament. Auch fand sie den ein oder anderen Rechtschreibfehler darin.

"Liebe Freundin,
Ich habe eine Liste an Personen angefertigt und dazu jeweils versucht ein paar Dinge herauszufinden, allerdings ist der Durchschnitt irgendwie ernüchternd.

Männer:
Adalbert
Reinhard
Leopold
Dietrich
Alaric
Theobald
Eberhard
Gerhard
Konrad
Siegfried
Oswald
Hartmann
Ludolf
Egbert
Engelbert
Berthold
Hermann
Roderick
Wilfried
Anselm

Frauen:
Adelheid
Gisela
Hildegarde
Brunhilde
Beatrix
Mechthild
Ottilie
Winifred
Alruna
Irmgard
Theodora
Rosamund
Ermelinde
Isolde
Fredegunde
Ediltrudis
Mathilde
Walburga
Yolanda
Clarimonde

Die meisten Anwesenden der Unterstadt leiden unter diversen kranhaften Zuständen, wie juckenden, eitrigen Hautausschlägen, Flöhen und so weiter. Die hygienischen (hier merkte man ihr an, dass sie sich durchaus Mühe gab vernünftig und konzentriert zu schreiben) Standarts sind unterste Schublade. Schätze weil sie in der Unterstadt schon so dicht an dicht gedrängt waren. Die Grundstimmung ist eher schlecht, wenn man sie auf die Oberfläche anspricht. Viele sind der Meinung, dass die 'Reichen' sie am liebsten hätten im Feuerschwall sterben sehen und dass sie unter keinen Umständen wieder nach oben gehen. Ob sie Bürger der Stadt sind, kann ich nicht sagen. Manche wollen nur unter völlig übertriebenen Konditionen wieder nach oben, wie ein eigenes Anwesen, Aufwandsentschädigung, jede Menge Münzen und so weiter. Um tiefer ins Unterreich zu kehren, sind sie zu ängstlich, aber oben fühlen sie sich auch verloren. Viele von ihnen kennen weder Benimm-Regeln, noch können sie lesen oder schreiben. Ehrlich gesagt, bezweifle ich, dass überhaupt irgendeine Stadt diese Leute aufnehmen will. Sie sind mittellos, völlig heruntergekommen und an vielen Stellen uneinsichtig. Oh und einige sind von ihnen schwer drogenabhängig. Bisher konnte ich nur die Substanzen Alkohol, Sannish, Rhul und Ziran ausmachen.

Liebe Grüße
Marina"

Nur die allerbesten Bösen können sich als Gute tarnen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. Januar 2024 15:21