Wie bereits im Vorfeld diskutiert, brauchte es nicht lange, dass der Magus dem nachkam, was er versprochen hatte. So landete ein fein gefalteter Brief per Bote, direkt bei Drael Thalantar.
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"An den geschätzten Drael Thalantar,
nach eingehender Untersuchung der möglichen Routen, die uns zur gewünschten Zusammenkunft führen sollen, darf ich Euch folgende strategische Wege und deren jeweilige Risiken darlegen. Letztlich gibt es noch weitere Optionen, die sich jedoch aufgrund längerer Wege oder noch größerer Gefahren als mangelhaft erwiesen haben.
Beginnen wir bei der naheliegenden Option, die sich vom Handelsposten der geschätzten Duergar gen Barrighym erstreckt. Diese Route, durchzogen von schmalen, nicht minder gefährlichen Pfaden, führt zuerst durch die Pilzweinkaverne, deren reiche Vorkommen an phosphoreszierenden Fungi ein schwaches Licht spenden. Die Kaverne birgt das latente Risiko von Übergriffen durch tunnelgrabende Erdkolosse oder Riesenameisen, so wie dem ein oder anderen Zugriff durch Fremde. Das Risiko wird durch stetige Bewachung und eine Abkürzung durch arkanem Wege der Translokation minimiert. Der Umweg um die Ernte-Anlagen ist möglich, aber unnötig.
Hat man die Pilzweinkaverne hinter sich gelassen, so erreicht man die Zuflucht, ein Etablissement, dessen Name auf seine schützende Funktion verweist. Diese Stätte bietet nicht nur eine vorübergehende Rast, sondern auch die Möglichkeit zur Auffrischung von Ressourcen und Heilmitteln.
Daraufhin führt der Weg in die zerfallenen Minen, ein einst florierendes Netzwerk, das jetzt den ein oder anderen Heimatlosen, seit des Slaad-Angriffes beherbergt. Hier existiert das ständige Risiko von Einstürzen sowie das Abrutschen in wässrige Gefilde; was jedoch durch die Trittsicherheit von Rothé gemindert wird. Die unterirdischen Wege führen ungesehen in den nördlichen Hafen-Abschnitt.
Die alternative Route führt ebenfalls vom Duergar-Posten aus, verläuft jedoch durch die gefährlichen, unbefestigten Tunnel hin zur Oberfläche im Cormanthor-Wald. Diese Route ist kaum erforscht und birgt die größten Risiken, da uns die Oberflächengefahren – von den Ankhegs bis hin zu Riesenwespenschwärmen, Räubern und Leucrottas, sowie bodennahem dichten Nebel – jederzeit übermannen könnten. Erreicht man den Fluss, bleibt einem die Wahl: entweder wagt man die gefährliche Überquerung zur Kreuzung – durch reißende Strömungen– oder man plant im Vorfeld die Bereitstellung eines flusstauglichen Schiffes.
Des Weiteren gelangt man über die Kreuzung direkt an die Haupttore Lisfars. Ob Eurer gewünschten Unternehmungsart, halte ich derlei allerdings für gewagt, selbst wenn man die Dunkelheit der Helligkeit vorzieht.
Der Weg über Barrighym durch die Pilzweinkaverne bietet uns eine kalkulierbare Gefährlichkeit, während der Tunnel an die Oberfläche zu viele unbekannte Variablen birgt, die schwer einzuschätzen sind. Aus meiner Sicht sollten wir uns, auch mit Rücksicht auf die anstehenden Verhandlungen, für die erstgenannte Route entscheiden. Solltet Ihr mit Alternativen beglückt sein, die eine zuverlässige Verteidigung an der Oberfläche möglich machen, ließe sich auch über eine Zusammenarbeit mit anderen Humanoiden diskutieren. Die Reisezeit ist allerdings nicht verhandelbar.
Filrean Avithoul
Qu'el'Faeruk"
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Anbei fand er zwei Skizzen: